Nach mehr als 1,5 monatigen Aufenthalt in Kanada, kehrt jetzt schön langsam etwas Alltag in mein Praktikumsleben ein. Jeden Tag fahre ich mit dem Fahrrad zwischen halb 9 und halb 10 in die Arbeit, bin dort sehr fleißig, fahre meistens zwischen 5 und 6 am Abend wieder zur Wohnung und öfters treffe ich mich dann noch mit Freunden in einer Bar oder ich bleibe auch manchmal einfach zu Hause. Am Wochenende bin ich dann froh, wenn ich mich wieder mal ausschlafen kann, weil ich muss ja sonst immer so bald aufstehen
Gott sei Dank kenne ich schon ein paar Leute, mit denen ich am Wochenende doch auch irgendetwas unternehme (meistens einfach fortgehen, da gibt es hier eh genug Möglichkeiten), somit wird mir eigentlich nie langweilig. Letztes Wochenende bin ich mit Freunden zu einer Party gefahren, die zwei Autostunden entfernt war. Aber es hat sich ausgezahlt, es war nämlich ein richtiges Partyhaus und zufällig war auch eine Band da:
Aber sonst bin ich eh immer mit der Arbeit beschäftigt, welche mich sehr fordert aber trotzdem noch interessiert. Ich muss nämlich bestimmte Funktionalitäten für das Videokonferenz-Tool, über das ich schon mal geschrieben habe, und für dessen Integration in ein Course Management System (eine Art Lernplattform) implementieren. Anfang dieser Woche bekam ich die Aufgabe die bereits vorhandene Recording-Funktionalität des Videokonferenz-Tools zu analysieren, damit ich dann eben herausfinden kann, wie man die Anzeige und den Zugriff auf diese Recording-Daten von dem anderen System am besten umsetzten kann. Da die Leute von meiner Arbeit mit diesem Videokonferenz-Tool auch noch keine/wenig Erfahrung haben, musste ich über die ganze Analyse eine Dokumentation schreiben. … JA … in Französisch! Natürlich habe ich dafür länger gebraucht, als wenn ich es auf Englisch geschrieben hätte, aber ich habe wieder neue Vokabeln gelernt. Außerdem will ich jetzt wirklich Französich lernen, weil ich noch immer nicht wirklich was verstehe, außer ich weiß den Kontext so wie in der Arbeit. Na gut zurück zur Arbeit: Ich ließ die Dokumentation zur Sicherheit von meiner WG-Kollegin korrigieren und ich bekam sogar ein sehr gutes Feedback von meinem Kollegen in der Arbeit
Danach konnte ich gleich mit der Umsetzung beginnen, was aber gar nicht so einfach ist. Dazu muss ich nämlich ein Webservice implementieren und alle möglichen Sicherheitsbedingungen beachten, was ich alles in dieser Weise noch nie gemacht habe. Aber ich bin ja da, um etwas zu lernen und wenn ich mal gröbere Probleme habe, dann helfen mir auch meine Kollegen. Grundsätzlich läuft das hier so ab, dass ich selbstständig am Projekt arbeite und meine Zwischenergebnisse und -erkenntnisse meinen Kollegen zeige oder mitteile und wir dann gemeinsam mit Brainstroming Lösungswege erarbeiten und ich die dann wieder selbstständig umsetze.
Das Klima hier in der Arbeit ist auch sehr angenehm. In Nordamerika ist es generell so, dass es in Unternehmen selten ein hierarchisches Klima gibt. Zum Beispiel duze ich auch meinen Chef, obwohl es im Französischen auch ein „Sie“ gäbe.

September 14, 2008 um 5:12 |
Hallo Kathrin,
einfach super immerwieder von Dir zu lesen um zu wissen wie´s Dir geht und es hört sich ja alles interessant für Dich an. Schon toll was Du da für Erfahrungen machen kannst und wieviel Du dabei lernst (musst-Franc). Pass weiter auf Dich auf, speziell auf Deinem Drahtesel und schließ die Balkontür!
Bussi und viele Grüße Elisabeth
September 17, 2008 um 3:37 |
anscheinend sind bärte in in canada? (siehe photo
)
hät für de feiern doch einen mühlviertler schnaps mitnehmen sollen *hehe*
September 17, 2008 um 3:55 |
Hallo Kathrin,
also eigentlich wollte ich nur Fragen ob du Sametime 3D von IBM meinst, den darüber hab ich auch mal geschrieben (arbeite in einem ähnlichen Bereich).
RSS abonniert und schon bin ich hier
Oft schreibst du ja nicht, schade, denn ich find das ganz interessant, vielleicht wäre ja twitter was für dich. ( twitter.com/jepahi ist meine Seite, als Beispiel)