Faulenzen in Québec

By cankat

Wie bereits vorab verraten, verbrachte ich die Tage von Samstag auf Montag in Québec City, der wohl europäischsten Stadt Kanadas. Dieses Jahr ist Québec besonders besuchenswert, da sie ihr 400 Jahr Jubiläum feiert und somit viele Veranstaltungen bietet. Und wir hatten wirklich eine schöne und vor allem sehr gemütliche Zeit in dieser Stadt.

Mitgefahren ist ein Freund von mir – Jaime (sprich: Heime), der aus Honduras kommt, aber immer schon in der USA studiert hat und jetzt für seinen Doktor (auch im Computerbereich) ein dreimonatiges Praktikum in Montréal macht. Er arbeitet aber nicht bei CRIM sondern bei Yahoo. Auf jeden Fall ist er auch ein bisschen verrückt, so wie ich, darum konnte das Wochenende nur lustig werden.

Bezüglich Reise und Unterkunft haben wir auch etwas für uns Neues und dabei auch sehr Günstiges ausprobiert: Reise war mit dem Fahrgemeinschaftssystem Amigoexpress (in Österreich gibt es sowas wie Mitfahrzentrale) und Unterkunft hatten wir über Couchsurfing. Bei Amigoexpress kann man im Internet nachsehen, wer an einem bestimmten Tag eine bestimmte Strecke mit dem Auto fährt und dann kann man sich einen Platz dafür reservieren. Für die Fahrt nach Québec zahlt man dann zum Beispiel nur 20$ (inklusive Reservierung) anstatt von mindestens 50$ mit dem Bus. In Kanada, vor allem in der Provinz Québec, ist das sehr beliebt und sehr viele machen da mit. Bezüglich Sicherheit braucht man auch keine Bedenken haben, da man sich das Profil der Leute ansehen kann und dort auch eine Bewertung von Mitfahrenden ersichtlich ist.
Couchsurfing ist wahrscheinlich etwas bekannter. Das funktioniert ähnlich wie Amigoexpress, nur sucht man sich Leute, bei denen man eventuell übernachten kann und man zahlt dafür gar nichts. Wie das geht? Hintergedanke ist einfach, eine bessere Welt schaffen und einen Platz zu geben, dafür bekommt man auch einmal einen Übernachtungsplatz, wenn man einen braucht. Somit hatten wir dann eine supergemütliche Unterkunft mitten in der Stadt bei einem sehr netten Unterkunftgeber. Olivier, der Schauspieler ist, hat uns bei sich übernachten lassen, obwohl er einiges am Wochenende zu tun hatte und erst zwei Tage zuvor von seiner Europareise zurückgekommen ist.

Am Samstag waren wir noch richtig fleißig und haben einen großen Teil der Altstadt zu Fuß erkundet. Außerdem haben wir uns eine riesige Videoproduktion über die Geschichte Québecs angesehen. Und dann haben wir einen Québecois angerufen, den Jaime mal in Montréal kennen gelernt hatte. Der hat uns dann gleich zu sich nach Hause, das praktischerweise gleich in der Nähe unserer Unterkunft war, zu seiner Geburtstagsparty eingeladen. Dort haben wir dann auch ganz lustige Leute getroffen und irgendwann einmal sind wir auf Doppler zu sprechen gekommen. Einer konnte sich das nämlich gar nicht vorstellen, dass es da so ein großes Bierglas gibt, wo man direkt heraustrinkt und von dem sich nicht jeder einfach in ein normales Glas einschenkt. Natürlich habe ich ihm dann alles über das Doppler-Trinken erklärt, auch das Ansingen oder Anschreien. Da ich aber zu schüchtern war zu singen und auch den Text nicht im Kopf hatte, nahm einfach der Québecois die Gitarre und sang mit einem richtig harten deutschen Akzent, aber auf Englisch (oder war’s Französisch?), ein Lied über riesige Biergläser :) Den Text vom einfachen „ZickeZackeZickeZacke“-Anschreien konnte ich aber doch noch und das haben wir dann auch noch ein paar Mal geprobt, damit wir es dann auch später in der Bar vorführen konnten. Also, habe ich doch einmal etwas von der österreichischen Trinkkultur weitergegeben und den Kanadiern hat es auch sehr gefallen.

Da wir am Samstag bis 5 fort waren – und ich habe von Freitag auf Samstag auch nur vier Stunden geschlafen – nutzten wir den Sonntag zum Ausschlafen. Gut, dass man in Québec um 2 Uhr nachmittags auch noch ein Frühstück bekommt. Danach sind wir wieder etwas herumgelaufen, aber gestresst haben wir uns nicht, weil Jaime und ich gerne einmal faul sein wollten. Am Abend sind wir nicht wirklich fortgegangen, sondern haben uns nur ein Konzert etwas angesehen, das freien Eintritt hatte, und sind dann bald wieder in unsere gemütliche Unterkunft. Am nächsten Tag (Montag) wollten wir dann einmal bald aufstehen, damit wir Olivier noch verabschieden konnten, weil der dann den ganzen Tag unterwegs war. Also, sind wir um halb 9 aufgestanden und haben ihm unser Dankeschön-Geschenk gegeben und dann haben wir überlegt, was wir noch machen könnten. Wir überlegten nämlich, ob wir uns die Wachablöse um 10 ansehen sollten. Aber eigentlich waren wir noch immer etwas müde und uns ist dann auch eingefallen, dass man sich eh alles auf YouTube ansehen kann und wir haben uns wieder niedergelegt. Aus dem kurzen Schläfchen sind weitere drei Stunden geworden, dafür waren wir dann einmal wirklich ausgeschlafen und fit für eine abschließende Québec-Erkundungstour.

Richtig gute Fotos von der Stadt habe ich dieses Mal leider nicht gemacht, sondern die meisten sind einfach etwas verrückt geworden. Dafür gibt es von denen eines:

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3 Antworten zu „Faulenzen in Québec“

  1. Christina sagt:

    Schick dir viele Bussis!!!

  2. Birgit sagt:

    witziges Foto :)

  3. Karin sagt:

    Ma, voi cool!! Do mecht i glei noch Canada und ma des ois anschaun, bin richtig neidisch! – Loss das weiterhin guad gehn und pass auf auf di, dass di net a nu wer ausraubt!! Bussi Karin

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